Unterkunft in Lorch

Ankunft:
Tag Monat Jahr
Nächte Zimmer Pers/Zi

Veranstaltungstipp

Weinfest "Hilchenfest"
vom 18. - 20. Juli 2014,
am historischen Hilchenhaus in Lorch am Rhein
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Dorfentwicklung / IKEK


News

Aktuelle Informationen des Magistrates der Stadt Lorch

DIESE WOCHE FÜR SIE GEÖFFNET:

Lorch:
Hotel Zur Krone (Ruhetag: Mi)
Stadtschänke
Zur Schmiede
Winzerhaus (Mo - So 11.30 - 21h)
Zum Kesselflicker (Mi-Fr ab 17h-22h, Sa ab 17h-24h, So ab 17h-22h, Ruhetag: Mo + Di)
Gasthof Perabo (Mi-Sa von 11h - 15h und 18h - 24h , So von 12h - 23h sowie Pfingst-Mo + Oster-Mo, Ruhetage: Mo und Di)
Ristorante Pizzeria Etna (Di - So 11.30h - 14.30h und 17.30h - 24h, Mo Ruhetag)

Gutsschänken / Straußwirtschaften in Lorch/Lorchhausen:
Weingut Germersheimer (Do, Fr ab 17 h, Sa, So/Feiertage ab 15 h)
Weingut Michael Rößler (täglich ab 14 h, Mi Ruhetag)
Weinhaus Freistaat Flaschenhals (Di, Mi, Fr von 17 h - 22 h, Sa, So und Feiertage ab 12.30 h - 22h)
Weingut Friedrich Altenkirch (Fr ab 17 h, Sa, So und Feiertage ab 15 h)
Weinwirtschaft Laquai (Mi - Fr ab 17 h, Sa ab 15 h, So ab 12 h)
Weingut Nies (Sa ab 16 h, So und Feiertage ab 14 h)

Ransel:
Landart-Ransel (Do-So ab 11 h)

Wispertal:
Gasthaus Laukenmühle (Ruhetag: Mo)
Restaurant & Café Kammerburg (Mo-So ab 11 h - durchgehend warme Küche) Di Ruhetag


Espenschied:
Zur Dorfschänke (Mo, Mi -Fr ab 14 Uhr, Sa/So ab 11.30 Uhr, Ruhetage: Di)
Zur Linde (Mo,Di,Fr,Sa ab 17 Uhr, So ab 11.00 Uhr; Ruhetag: Mi+Do)

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Veranstaltungen

Jul. 2014
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Abwassergebühr

Einführung der gesplitteten Abwassergebühr in Lorch

Was ist die gesplittete Abwassergebühr?



Bisher ist in vielen Kommunen in Hessen noch die Abrechnung der Abwassergebühren nach dem so genannten Frischwassermaßstab üblich. Dabei wird unterstellt, dass die Menge des Abwassers, das der Gebührenzahler der öffentlichen Abwasserbeseitigung zuführt, etwa der Menge entspricht, die er an Frischwasser aus der öffentlichen Wasserversorgung bezogen hat. In die Abwasserkanäle fließt jedoch nicht nur Wasser, das als Trinkwasser bezogen wurde, sondern auch Niederschlagswasser, das von Dächern und befestigten Flächen in das Kanalnetz gelangt. Die Kosten der Beseitigung dieses Wassers werden bei dem einheitlichen Frischwassermaßstab ebenfalls nach der bezogenen Frischwassermenge verteilt. Damit spielt es für die Höhe der bisherigen Abwassergebühren keine Rolle, wie viel Niederschlagswasser tatsächlich vom einzelnen Grundstück eingeleitet wird.

Die gesplittete Abwassergebühr sorgt hier für eine wirklichkeitsnähere Kostenverteilung.
Die Kosten der Schmutzwasserbeseitigung werden dabei wie bisher nach der Menge des bezogenen Frischwassers verteilt, die Kosten der Niederschlagswasserbeseitigung dagegen nach den versiegelten Flächen, von denen Niederschlagswasser in die öffentlichen Abwasseranlagen gelangt. Versiegelte Flächen sind dabei im Wesentlichen Dächer und befestigte Verkehrs- und Hofflächen. Die Abwassergebühr je m³ Frischwasserbezug wird geringer. Sie wird ergänzt durch eine Gebühr je m² befestigter Fläche, von der Niederschlagswasser in die öffentlichen Abwasseranlagen gelangt. Durch die Aufteilung des Gebührenmaßstabes werden keine neuen Gebühren eingeführt. Die Kosten für die Beseitigung des Niederschlagswassers waren auch bisher schon in die Gebührensätze eingerechnet.

Grafik Abwassergebührensplitting
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt. Grafik Abwassergebührensplitting




Warum wird die gesplittete Abwassergebühr eingeführt?



Mit Urteil vom 02.09.2009 hat der HessVGH den so genannten Frischwassermaßstab in der Regel als „Einheitsgebühr“ für unzulässig erklärt. Daher hat die Stadtverordnetenversammlung entschieden, die Erhebung der Abwassergebühren auf den gesplitteten Maßstab umzustellen. Es ist beabsichtigt, im Jahr 2012 die gesplittete Abwassergebühr einzuführen.

Relevante befestigte Flächen


Für die Gebührenberechnung werden nur die Flächen herangezogen, über die Niederschlagswasser in die öffentlichen Abwasseranlagen fließt. Flächen, die nicht an das öffentliche Abwassersystem angeschlossen sind, weil das dort anfallende Niederschlagswasser regelgerecht auf dem Grundstück versickert oder in zulässiger Weise in ein Gewässer eingeleitet wird, werden nicht berücksichtigt. Auch alle unbefestigten Flächen und Grünflächen bleiben außer Ansatz.
Befestigte Flächen mit Belägen, durch die das anfallende Niederschlagswasser teilweise versickern kann, werden mit einem Faktor multipliziert, um damit den geringeren Niederschlagswasseranfall von diesen Flächen zu berücksichtigen.

Für die Satzung der Stadt Lorch/Rhein sind hierzu folgende Faktoren vorgesehen:

1. Dachflächen

1.1 Flachdächer, geneigte Dächer, Faktor 1,00
1.2 Kiesdächer, Faktor 0,50
1.3 Gründächer
a) mit einer Aufbaudicke bis 10 cm, Faktor 0,50
b) mit einer Aufbaudicke ab 10 cm, Faktor 0,30

2. Befestigte Grundstücksflächen

2.1 Beton-, Schwarzdecken (Asphalt, Teer o. Ä.), Pflaster mit Fugenverguss,
sonstige wasserundurchlässige Flächen mit Fugenverdichtung, Faktor 1,00
2.2 Pflaster (z.B. auch Rasen- oder Splittfugenpflaster,
Platten - jeweils ohne Fugenverguss
a) bis zu einer Fugenbreite von 15 mm, Faktor 0,70
b) mit einer größeren Fugenbreite als 15 mm, Faktor 0,60
2.3 wassergebundene Decken (aus Kies, Splitt, Schlacke o. Ä.), Faktor 0,50
2.4 Porenpflaster oder ähnliche wasserdurchlässige Pflaster, Faktor 0,40
2.5 Rasengittersteine, Faktor 0,20

Zisternen und ähnliche Behältnisse



Wenn das von befestigten Flächen abfließende Niederschlagswasser in Zisternen oder ähnlichen Behältnissen mit einem Fassungsvermögen von mindestens 1 m³ gesammelt und auf dem Grundstück verwendet wird, gelten besondere Regelungen:

Soweit es von der Zisterne keinen direkten oder mittelbaren Anschluss an die Abwasseranlage gibt, bleibt die in die Zisterne einleitende Fläche völlig außer Ansatz.

Soweit es von der Zisterne einen Anschluss an die Abwasseranlagen gibt, werden:

• bei Verwendung im Haushalt (Toilette, Waschmaschine usw.) pro m³ Zisternenvolumen 20 m² der befestigten Fläche abgezogen.
(Zisternenwasser, welches als häusliches Abwasser der Kanalisation zugeführt wird, ist mit dem Schmutzwassergebührenanteil gebührenpflichtig),
bei zusätzlicher Nutzung von Niederschlagswasser zur Gartenbewässerung reduziert sich die so ermittelte Fläche nochmal um 10 %.

• bei Verwendung des Niederschlagswassers zur alleinigen Gartenbewässerung pro m³ Zisternenvolumen 10 m² befestigter Fläche weniger berücksichtigt.

Brauchwasser

Ermittlung Brauchwassermenge

Für die Einleitung von verunreinigtem Niederschlagswasser, bzw. Wasser aus Brunnenanlagen usw. in die öffentliche Kanalisation werden Benutzungsgebühren erhoben. Die Feststellung der zu veranlagenden Brauchwassermenge (m³) kann nach zwei unterschiedlichen Berechnungsarten erfolgen:

1. Feststellung der Brauchwassermenge (m³) mittels Wasserzähler
(bei Entnahme aus Brunnen und Gewässern zwingend erforderlich)

2. Pauschalberechnung lt. nachstehendem Beispiel


Beispiel - für die pauschale Berechnung der Schmutzwassergebühr:

1. Ermittlung der prozentualen Brauchwassermenge
a) An die Zisterne angeschlossene Fläche (m²) geteilt durch das Volumen (m³) der Zisterne ergibt einen Verhältniswert (Bsp. 100 m² : 5 m³ = 20).

b) Ein Verhältniswert größer oder gleich 20 entspricht laut nachstehender Tabelle einer prozentualen Brauchwassermenge von 25 % (Faktor 0,25) des durchschnittlichen Jahresniederschlags.

Verhältniswert
(angeschlossene Fläche/Zisternenvolumen) Schmutzwassermenge (m³)
< 10 35 % von der durchschnittlichen Jahresniederschlagsmenge der angeschlossenen Flächen
> 10 oder < 20 30 % von der durchschnittlichen Jahresniederschlagsmenge der angeschlossenen Flächen
> 20 oder < 30 25 % von der durchschnittlichen Jahresniederschlagsmenge der angeschlossenen Flächen
> 30 20 % von der durchschnittlichen Jahresniederschlagsmenge der angeschlossenen Flächen


2. Ermittlung der Brauchwassermenge
Angeschlossene Fläche (m²) mal durchschnittlichem Jahresniederschlag
(600* mm = 0,60 m³) mal Faktor (Bsp. 100 m² x 0,60 m³ x 0,25 = 15 m³)

3. Berechnung der jährlichen Brauchwassergebühr
Brauchwassermenge (m³) mal der jeweils gültigen Abwassergebühr (derzeit 4,04 EURO) (Bsp. 15 m³ x 4,04 € = 60,60 €)

* gleichbleibende festgesetzte Jahresniederschlagshöhe/-menge (gemessen durch Deutschen Wetterdienst; jedoch geringer angesetzt als der Durchschnitt der letzten 5 Jahre)

Für die Feststellung der Brauchwassermenge (m³) mittels Wasserzähler ist der Einbau einer geeichten Messeinrichtung (Wasserzähler) an geeigneter Stelle erforderlich.

Der Wasserzähler kann von der Stadt Lorch zur Verfügung gestellt, eingebaut und verplombt werden. Die erstmaligen Einbaukosten werden nach Zeitaufwand in Rechnung gestellt (derzeit 44,00 €/Stunde). Für den Wasserzähler wird eine Zählergebühr erhoben (derzeit 2,06 € je Monat).
Nach Ablauf der Eichfrist (derzeit 6 Jahre) muss die Messeinrichtung ausgetauscht werden. Hierfür wird z. Zt. keine Gebühr erhoben. Die Kosten für den Austausch sind mit der monatlichen Zählergebühr abgegolten.

Alternativ kann der Zähler auch selbst eingebaut werden, jedoch ist die Einbaustelle für den Wasserzähler durch die Stadt festzulegen, der Wasserzähler ist durch die Stadt zu verplomben. Beim Selbsteinbau werden die Festlegung des Zählerplatzes und die Verplombung in Rechnung gestellt. Für jede Ablesung der Zählers wird eine Gebühr von derzeit 2,60 € erhoben.
Nach Ablauf der Eichfrist ist der Wasserzähler auf Kosten des Verbrauchers auszutauschen. Die Verplombung darf nur durch die Stadt entfernt und wieder angebracht werden.

Die Jahres-Zählerstände werden mit dem Ablesen der Frischwasserzähler ermittelt.

Die somit exakt ermittelte Schmutzwassermenge wird mit der jeweils gültigen Abwassergebühr (derzeit 4,04 EURO/ m³) berechnet. Weiterhin fallen die Gebühren für eine durch die Stadt installierte Messeinrichtung von derzeit 2,06 EURO/Monat bzw. die Ablesegebühr bei einem selbst eingebauten Zähler von 2,60 €/Ablesung an.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Domine 06726/18-19


Der Ablauf des Verfahrens



Die Einführung gesplitteter Abwassergebühren setzt die Ermittlung aller versiegelten Grundstücksflächen im Stadtgebiet voraus. Hierzu wurden Luftbilder aufgenommen und anschließend digital ausgewertet. Um sicherzustellen, dass die erstellten Auswertungen korrekt sind, erhalten alle Grundstückseigentümer einen Fragebogen mit den Ergebnissen der Luftbildauswertung. Ihre Mitwirkung wird insbesondere für die Frage benötigt, ob die Befestigungsarten (Beton, Pflaster usw.) richtig festgestellt sind und ob es befestigte Flächen gibt, von denen das Niederschlagswasser gar nicht in die öffentliche Abwasseranlage gelangt oder mittels Zisterne auf dem Grundstück gesammelt und verwendet wird.

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Wappen Lorch am Rhein
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Wappen Lorch am Rhein


Der Magistrat der Stadt Lorch, Markt 5, 65391 Lorch/Rhein; Oktober 2011/Mai 2012

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