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Staffelübergabe Sozialraumprojekt

„Nun liegt die Verantwortung bei uns“, so Bürgermeister Lübeck. „Zweieinhalb Jahre „Lorch vernetzt sich“ liegen hinter uns – und die Bilanz kann sich sehen lassen.“ Mit der offiziellen Staffelübergabe übernimmt die Stadt Lorch das Projekt vom Rheingau-Taunus-Kreis. Für Bürgermeister Oliver Lübeck ist klar: Jetzt beginnt die nächste Etappe.

„Wir freuen uns sehr, den Staffelstab zu übernehmen. In den vergangenen zweieinhalb Jahren ist viel entstanden – vor allem aber sind Menschen zusammengekommen, haben Ideen entwickelt und Dinge gemeinsam auf den Weg gebracht. Genau hier wollen wir anknüpfen, das Erreichte festigen und gleichzeitig offen für Neues bleiben.“

Wie groß das Interesse an einer Fortsetzung ist, zeigt sich bereits bei der Staffelübergabe: Viele der Gründungsmitglieder sind dabei. Gleichzeitig können in mehreren Clustern neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter begrüßt werden. „Das ist für mich das beste Zeichen, dass das Projekt nicht mit der Übergabe endet, sondern weiterlebt“, so Lübeck.

Neue Ideen, neue Mitstreiter, neue Projekte

Seit dem Start im Januar 2024 haben sich Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Einrichtungen und Verwaltung in verschiedenen Clustern zusammengetan. Entstanden sind konkrete Projekte rund um Familien, Kinder und Jugend, Senioren, Mobilität, Integration, Klima und Vernetzung, so u.a.

  • Veranstaltung „Tag der Vereine“
  • Vereinsregister
  • Logo und Name „Lorch vernetzt sich“
  • Veranstaltung „Populismus“
  • Mitfahrerbänke
  • Nachbarschaftshilfe für Senioren
  • breit gestreute Umfrage zu Familienbelangen


Und es geht weiter: neue Themen kommen hinzu. Mit „Genuss am Fluss. Feine Kultur selbstgemacht. Seufzer-Allee in Lorch am Rhein“ wurde ein neues Cluster für spontane Kunst und Kultur initiiert. Unser Dank hierfür geht an Frau Dr. Andrea Preusche-Glebocki, die mit dieser Idee neue kulturelle Begegnungen und kreative Angebote in Lorch schaffen möchte. Die erste Veranstaltung ist für den 20. September 2026 in der Seufzerallee geplant.

„Ich finde es großartig, dass aus dem Projekt heraus immer wieder neue Ideen entstehen. Genau das wollen wir: Menschen zusammenbringen, unkompliziert Dinge ausprobieren und Lorch gemeinsam gestalten“, sagt der Bürgermeister. „Am Ende geht es nicht um einzelne Projekte auf einer Liste. Es geht darum, dass Menschen miteinander ins Gespräch kommen, sich gegenseitig unterstützen und gemeinsam etwas bewegen. Genau das ist in Lorch passiert“, betont Lübeck.

Danke an alle, die mitmachen

Ein Projekt dieser Größe funktioniert nur, wenn viele mitziehen. Deshalb richtet Lübeck seinen Dank an alle Beteiligten: „Mein besonderer Dank gilt dem Rheingau-Taunus-Kreis für die Organisation und Begleitung des Projekts. Danke auch an unsere Verwaltung, die das Projekt über diese Monate mit viel Einsatz unterstützt hat, und natürlich ganz besonders an alle Ehrenamtlichen, die sich in den Clustern engagieren.“

Auch das Familienzentrum, die Praxis Lorch und Ateon sowie die Kolleginnen und Kollegen aus Tourist-Information und Bauhof haben bei der Umsetzung vor Ort wichtige Beiträge geleistet und nach Kräften unterstützt.

Die Stadt wird die entstandenen Netzwerke nun weiter begleiten und neue Engagierte gewinnen. Alle Cluster bleiben offen für Menschen, die Lust haben, sich einzubringen.

„Lorch gemeinsam bewegen“ bleibt deshalb unser Motto – und vor allem unser Anspruch. Der Staffelstab ist übergeben. Jetzt laufen wir gemeinsam weiter.“

Die Lebensqualität nachhaltig verbessern

Das Sozialraumprojekt in Lorch am Rhein wurde von der Kreisverwaltung Rheingau-Taunus-Kreis, der Politik und der städtischen Verwaltung in Lorch gemeinsam als Pilotprojekt initiiert, um die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort nachhaltig zu verbessern. Dabei geht es in erster Linie darum, die Bedarfe der gesellschaftlichen Gruppen vor Ort zu erkennen, fehlende Angebote aufzubauen und diese mit vorhandenen Ressourcen sinnvoll zu stukturieren, damit die Menschen in ihrem jeweiligen Sozialraum, in dem sie leben, arbeiten, einkaufen und ihre Freizeit verbringen, gut zurechtkommen und die individuellen Herausforderungen ihrer Lebensphase meistern können. Damit steigt nicht nur die Lebensqualität des Einzelnen, es entsteht durch die Projektarbeit vor Ort auch ein gutes generationenübergreifendes Netzwerk an Solidarität und Zusammenhalt, was wiederum unser Gemeindewesen stärkt.

Quelle: Rheingau-Taunus-Kreis Sozialraumprojekt (Rheingau-Taunus-Kreis)

Start des Projektes mit einer Zukunftswerkstatt
Im ersten Schritt wurden im Januar 2024 im Rahmen einer Zukunftswerkstatt Arbeitsgruppen gegründet, deren Auftrag es ist,  die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen in Lorch in den Fokus zu nehmen und zu erfassen, welche gesellschaftliche Gruppe in welchem Bereich Unterstützung benötigt. So geht es beispielsweise darum, herauszufinden, welchen Bedarf die Kinder und Jugendlichen in Lorch haben, was Senioren in ihrem Alltag besonders fehlt und wie neuankommende Menschen in ihrer Integration am besten unterstützt werden können. Ziel ist es, den Sozialraum der gesellschaftlichen Gruppen in Lorch zu untersuchen, ihren Bedarf zu erkennen und diese Lücken zu schließen.

Die einzelnen Arbeitsgruppen setzen sich aus unterschiedlichen Akteuren zusammen. So bringen nicht nur zuständige Fachkräfte der Kreisverwaltung und der Stadt Lorch ihr Fachwissen ein, darunter beispielsweise die Jugendhilfe, das JobCenter und die Mitarbeitenden der Gesundheits- und Pflegebereiche. Auch Vereine, Stiftungen und die Angehörigen des Familienzentrums sowie Bürgerinnen und Bürger aus Lorch beteiligen sich am Projekt. Aktuell arbeiten derzeit rund 50 Aktive in den einzelnen Arbeitsgruppen daran, Abfragen zu erstellen, Bedarfe zu analysieren und Angebote aufzubauen.

Text Quelle: Rheingau-Taunus-Kreis

Timeline:

Bild Quelle: Rheingau-Taunus-Kreis

Die Arbeitsgruppen im Sozialraumprojekt Lorch